18. April
Es ist noch recht kühl an diesem Morgen, wo wir den Kanton Aargau Richtung Süden verlassen. Wir sind eine kleine Gruppe von 15 Personen die sich im modernen 50-Plätzer Reisecar wie Könige fühlen. Und dies nicht nur wegen des Platzangebotes und der hervorragenden Aussicht durch die Panoramafenster, nein, auch werden wir chauffiert von einem hervorragenden Fahrer, Hans Hohl, dessen Fahrkünste wir auf der weiteren Reise noch erleben werden. Und natürlich werden wir auf der ganzen Reise von unserer erfahrenen Reiseleiterin und Italienkennerin Barbara Caderas hervorragend betreut. Unser Tagesziel ist Viareggio, unsere Fahrt führt uns durchs Tessin, vorbei an Genua direkt in diese beliebte Ferienortschaft am Mittelmeer. Wir logieren im Hotel Palace, dieses schöne 4-Sterne-Hotel liegt nur ein paar Schritte vom Strand entfernt.
19. April
Schon früh am Morgen machen wir uns zu unserem ersten Ausflug auf; es geht an die Riviera di Levante, besser bekannt ist diese Region unter dem Namen Cinque Terre. Mit unserem Reisecar fahren wir nach La Spezia. Dort heisst es umsteigen auf die Bahn. Diese führt uns nun durch die herrliche Cinque Terre von Dorf zu Dorf mit so wohlklingende Namen wie Riomaggiore, Corniglia und Vernazza. Wir haben genügend Zeit, diese idyllischen Dörfer auf einem kleinen Rundgang zu besichtigen und geniessen die freie Aussicht über die steilen Küsten hinweg aufs Meer. Auch das Wetter spielt mit und verwöhnt uns mit viel Sonnenschein. Nach einem ausgiebigen Mittagshalt mit typisch italienischer Verpflegung besteigen wir das Schiff, das uns die ganze Küste der Cinque Terre entlang nach Porto Venere bringt. Malerisch schmiegen sich die Dörfer in die steilen Hänge, umgeben von Wein und Olivenhainen. In Porto Venere haben wir Zeit, durch das Städtchen zu schlendern oder die Festungsanlage auf der Punta San Pietro zu besichtigen. Im späten Nachmittag werden wir hier von unserem Fahrer abgeholt, der uns nach diesem erlebnisreichen Tag sicher wieder ins Hotel in Viareggio zurückfährt. Ein feines Nachtessen haben wir uns jetzt verdient!
20.April
Heute entdecken wir die Insel, auf die Napoleon einige Zeit verbannt worden war: Elba. Schon früh am Morgen machen wir uns auf den Weg. Die Fahrt führt uns entlang an Olivenhainen und Weinbergen zur Industrie- und Hafenstadt Piombino. Der Kontrast könnte nicht grösser sein, überall stehen schlotende und rauchende Kamine. Wir erreichen den Fährhafen eher als geplant. Dies ermöglicht uns, eine frühere Fähre zu nehmen. Nach einer gut einstündigen Fahrt erreichen wir den Hafen von Portoferraio, der Hauptstadt der Insel Elba. Da wir nun etwas mehr Zeit zur Verfügung haben, beschliessen wir, vor unserem Mittagshalt in Porto Azzurro einen Zwischenhalt in einem typischen, kleinen Dorf, in Capoliveri, zu machen. Die Fahrt dorthin führt uns durch prächtige Landschaften, deren Schönheit man kaum beschreiben kann. Der Halt in Capoliveri bleibt uns gut in Erinnerung: Nachdem wir dieses schmucke kleine Dorf besichtigt haben, schenken wir einem örtlichen Polisten das Vertrauen, der uns einen angeblich direkteren und schnelleren Weg aus dem Dorf mit dem Car weist. Diese angeblich bessere Verbindung stellt sich als äusserst enge, kurvenreiche und zusätzlich mit parkierten Autos verstellte Strasse dar. Unserem äusserst versierten Chauffeur gelingt das Manöver aufs Vortrefflichste, allerdings dauert es eine ganze halbe Stunde. Hungrig erreichen wir Porto Azzurro, das auf der östlichen Seite der Insel liegt. Hier geniessen wir eine feine Pizza und schlendern anschliessend durchs Dorf. Wer typisch elbanische Leckereien sucht, wird hier fündig und kann so für die Daheimgebliebenen in der Schweiz etwas nach Hause bringen
Unsere Fahrt führt uns weiter via Lacon und Marina di Campo zurück nach Portoferraio. Diese Stadt ist wirklich sehenswert, und gerne würden wir hier noch einige Stunden länger verbringen. Aber die Zeit vergeht wie im Fluge, und schon ist es Zeit für die Überfahrt mit der Fähre nach Piombino und die anschliessende Rückreise zurück ins Hotel nach Viareggio.
21. April
Heute steht die Besichtigung zweier wirklich sehenswerter Städte auf dem Programm: Siena und San Gimignano. Eine sympathische und kompetente Reiseleiterin aus Deutschland, welche schon seit Jahrzehnten in dieser Region lebt, führt uns durch Siena. Diese Stadt bietet einen derart grossen und reichhaltigen Schatz an Bauwerken aus dem Mittelalter und der Renaissance, so dass wir froh sind, von ihr in unser doch beschränkt zur Verfügung stehenden Zeit an die wichtigsten Plätze dieser Kunststadt geführt zu werden. Wir besichtigen den Dom von Siena und bestaunen den Palazzo Pubblico, der zentral bei der Piazza del Campo, dem Hauptplatz Sienas, liegt. Auf diesem Platz findet alljährlich der Palio di Siena, ein lokales Pferderennen, statt.
San Gimignano ist bekannt wegen seiner 13 noch erhaltenen Geschlechtertürme aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Wir fühlen uns etwas ins Mittelalter zurück versetzt, erkunden diese Stadt auf eigene Faust und entdecken manch geheimnisvollen Ort. Und schon bald wartet unser Fahrer wieder auf uns, der uns zurück ins Hotel führt.
22. April
Heute Morgen besichtigen wir den Campo dei Miracoli in Pisa. Eindrücklich, diese Bauwerke, die sich hier einem präsentieren. Der Dom, die Taufkapelle und der schiefe Turm, weltbekannte Monumente! Am Mittag fahren wir zurück ins Hotel. Es reicht sogar noch für die Besichtigung des lokalen Marktes in Viareggio. Der Nachmittag steht uns zur freien Betätigung zur Verfügung. Es soll Leute gegeben haben, die sich bereits ins noch kühle Nass des Meeres getraut haben! Zum letzten Mal geniessen wir ein feines Nachtessen im Hotel. Die Bedienung und die Betreuung durch das Hotelpersonal waren stets freundlich und zuvorkommend, so dass ich dieses Hotel gut und gerne weiterempfehlen kann.
23. April
Leider sind unsere Ferien schon bald vorüber! Auch das Wetter scheint darüber traurig zu sein, schon früh am Morgen regnet es, das einzige Mal während unseres Aufenthalts in Italien. Die Fahrt führt uns dieses Mal über die Autostrada del Sole zurück via Milano in die Schweiz ins schöne Aargau!
Wir haben eine wirklich schöne und erlebnisreiche Zeit miteinander verbracht! Während der ganzen Zeit wurden wir hervorragend betreut! Vielen Dank, Hans und Barbara! Auch habe ich mich in der Gruppe sehr wohl gefühlt und freue mich über ein Wiedersehen! F.T.
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