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Saisoneröffnungsfahrt an die Blumenriviera und Côte d’Azur
 
Mit dem modernen und bequemen Fernreisecar der Gebr. Merz ging es via Luzern durch den Gotthardtunnel und das Tessin in Chiasso über die Grenze nach Italien. Nach der kurzen Umfahrung von Mailand gleitete der Bus zügig durch die Lombardei. Christian Merz, der sichere und ruhige Chauffeur, wies seine Gäste während der Reise immer wieder auf Sehenswürdigkeiten oder spezielle Begebenheiten hin, so zum Beispiel auch auf die ausgedehnten Reisfelder in der Po-Ebene. Nach einer kurvenreichen Autobahn kurz vor Genua erreichte die Reisegruppe das Meer und fuhr auf der Autostrada dei fiori praktisch alles der Küste entlang bis nach San Bartolomeo al Mare, wo die Zimmer im Hotel Europa bezogen werden konnten.

Die nächsten drei Tage waren von einem interessanten Programm geprägt. Während der ganzen Zeit begleitete eine Reiseleiterin die Gruppe. Ruth, ursprünglich Schweizerin, jedoch im Ausland aufgewachsen und seit mehreren Jahren in der Provinz Imperia zu Hause, gab auf berndüütsch ihre Erklärungen und Anekdoten weiter. Der erste Ausflug führte nach San Remo, das für sein Spielcasino, den Blumencorso, das seit Jahren bekannte Musikfestival sowie seine schöne Altstadt bekannt ist. Anschliessend ging es ins Hinterland nach Dolceacqua, einem malerisch am Hang gelegenen Ort aus dem 12. Jahrhundert. Alle zeigten sich von der mittelalterlichen Brücke, der verfallenen Burgruine und den schmalen, verwinkelten Gässchen zwischen den typischen Steinhäusern beeindruckt.

Von der Autobahn aus hat man einen herrlichen Ausblick aufs Meer, die verschiedenen Täler und Ortschaften, die fruchtbaren Terrassenhänge und zahlreichen Treibhäuser. Auch am dritten Reisetag schien die Sonne wärmend vom Himmel, erhellte die Gemüter und liess nicht eine einzige Wolke aufkommen. Dieser Ausflug führte zuerst nach Monaco, wo der Besuch im faszinierenden Botanischen Garten auf dem Programm stand. Weiter über die Moyenne Corniche erreichte der Car dann Nizza. Während einem Bummel auf dem Blumenmarkt und auf der zauberhaften Strandpromenade hätte man fast die Zeit vergessen können. Nach dem Mittagessen und einer kurzen Rundfahrt durch die charmante Hafenstadt in Südfrankreich gelangte die Reisegruppe über die Basse Corniche zurück nach Monaco, wo sie die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten besichtigte, die Aussicht auf den Hafen und die Rennstrecke genoss und anschliessend das ozeanographische Museum besuchte. Das war ein langer, aber erlebnisreicher und eindrücklicher Tag.

Am Tag darauf zeigte sich das Wetter von einer eher unfreundlichen Seite: Dunkle Wolken hingen über den Hügeln und bedeckten den Himmel bis an den Horizont, auch ein frischer Wind sorgte für eher unangenehme Kühle, doch vom Regen blieb die Reisegruppe weitestgehend verschont. Ein stürmisches Meer war dann auch der Grund, warum die Schiffe zwischen Rapallo und Portofino nicht verkehren konnten. Als Ersatz organisierte die Reiseleiterin Ruth dafür eine Hafenrundfahrt in Genua. Nach etwas freiem Aufenthalt in der Altstadt, die 2006 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist, und einer kurzen Stadtrundfahrt durch schöne breite Strassen mit alten Palästen und Handelshäusern ging es der Küste entlang weiter durch Rapallo bis nach Santa Margherita Ligure. Auch dort konnte man die Häuser miteinander vergleichen und sehen, wer sich früher Stuckarbeiten leisten konnte und wer nur die zum Verwechseln ähnlichen Malereien. Da in früheren Zeiten Steuern nach der Anzahl von Fenstern bezahlt werden mussten und sich das ebenfalls nicht jeder leisten konnte, wurden z. T. auch Fenster auf die Wände gemalt, dass es doch nach etwas aussah.

Die Rückreise führte wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht wie geplant über Turin, Aosta und den Grossen Sankt Bernhard, sondern via Alessandria und erneut Mailand, Chiasso, Luzern wieder zurück an die Ausgangsorte.




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Aufgeschaltet am 1. April 2009.
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